
Der Siamang ist der größte und stämmigste Gibbon. Wie alle Gibbons leben sie in monogamen Familiengruppen, also in Gruppen aus einem erwachsenen Paar, welches das ganze Leben zusammenbleibt, und dessen Nachwuchs. Einzigartig ist die Fortbewegungsweise dieser kleinen Menschenaffen: Sie sind sogenannte Schwinghangler, die sich an den Armen hängend rasant und anmutig durch das Kronendach bewegen. Mit ihren langen Armen sind sie hervorragend an diese Fortbewegungsart angepasst und bewegen sich so schneller durch den Urwald als jedes andere Säugetier! Berühmt sind die Gibbons für ihre Gesänge und der Siamang gilt als der herausragendste Sänger dieser Familie. Morgens und Abends erklingt der beeindruckende, durch den Kehlsack der Tiere schallverstärkte Gesang. Es singen die Elterntiere und auch die Jungen können sich an dem Konzert beteiligen. Die Gesänge dienten unter anderem dem Abstecken des Reviers der Familie. Durch die rasant fortschreitende Lebensraumzerstörung sind diese, auf das Leben in den Bäumen spezialisierten Tiere, leider stark gefährdet.