Siamang

siamang / siamang

Hylobates syndactylus

Der Siamang ist der größte und stämmigste Gibbon. Wie alle Gibbons leben sie in monogamen Familiengruppen, also in Gruppen aus einem erwachsenen Paar, welches das ganze Leben zusammenbleibt, und dessen Nachwuchs. Einzigartig ist die Fortbewegungsweise dieser kleinen Menschenaffen: Sie sind sogenannte Schwinghangler, die sich an den Armen hängend rasant und anmutig durch das Kronendach bewegen. Mit ihren langen Armen sind sie hervorragend an diese Fortbewegungsart angepasst und bewegen sich so schneller durch den Urwald als jedes andere Säugetier! Berühmt sind die Gibbons für ihre Gesänge und der Siamang gilt als der herausragendste Sänger dieser Familie. Morgens und Abends erklingt der beeindruckende, durch den Kehlsack der Tiere schallverstärkte Gesang. Es singen die Elterntiere und auch die Jungen können sich an dem Konzert beteiligen. Die Gesänge dienten unter anderem dem Abstecken des Reviers der Familie. Durch die rasant fortschreitende Lebensraumzerstörung sind diese, auf das Leben in den Bäumen spezialisierten Tiere, leider stark gefährdet.

Daten
Ordnung
Primaten
Familie
Gibbons
Verbreitung
Indonesien und Malaysia
Lebensraum
Obere Baumschichten der immergrünen Regenwälder
Nahrung
vor allem Früchte mit hohem Zuckergehalt sowie Blätter und Insekten zur Ergänzung
Fortpflanzung
Das Weibchen bringt nur alle 2-3 Jahre nach einer Tragzeit von ca. 235 Tagen ein Junges zur Welt, welches bis zum Alter von 6-7 Jahren, also bis zur Geschlechtsreife, bei den Eltern bleibt. Bei den Siamangs beteiligt sich übrigens auch das Männchen aktiv an der Jungenaufzucht!
Lebensdauer
Bis 30 Jahre (Zoo)
Gewicht
bis 22 kg
Größe
Körperlänge bis 90 cm, Armspannweite bis 180 cm
Feinde
Mensch
Gefährdung
vom Aussterben bedroht